Ein gesunder Darm ist für die Gesundheit des Menschen unerlässlich.

 

Ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Darm, insbesondere in der Darmflora. Bei einer geschädigten Darmschleimhaut oder einer unausgeglichenen Darmflora können sich Infektionskrankheiten oder auch Nahrungsmittel-Allergien und Nahrungsmittel-Intoleranzen sehr viel schneller und intensiver ausbreiten, als wenn die Darmflora sich im Gleichgewicht befindet. Jeder Versuch, die eigene Gesundheit in den Griff zu bekommen, steht und fällt mit dem Zustand des Darmes, der Darmschleimhaut und der Darmflora.

 

Für eine effektive Abwehr müssen die Mikroorganismen im Darm in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Eine ungesunde Ernährung und Lebensführung, die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika, Alkohol und Stress können diese Balance stören. Das heißt, die guten Keime werden zurückgedrängt, die schlechten vermehren sich über die Maßen. Dann entstehen giftige Stoffwechselprodukte und belasten den Darm. Fremdstoffe werden nicht mehr ausreichend abgewehrt, entzündliche Prozesse können folgen.

Typische Anzeichen: Blähungen, Aufstoßen und Krämpfe im Darm, Koliken sowie schmieriger, stark riechender Stuhl. Jetzt beginnt auch das Immunsystem zu „schwächeln“. Der Organismus wird anfälliger für Infekte, Allergien, rheumatische Erkrankungen und Hautleiden.

 

Planen Sie für eine Darmsanierung zwischen 4 Wochen bis 6 Monate ein.


Aufbau der Darmflora

 

Beim Aufbau einer gesunden Darmflora helfen Probiotika und Präbiotika. Sie befinden sich in verschiedenen Lebensmitteln, können aber auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Wer seine Darmflora aufbauen will, sollte regelmäßig probiotische und präbiotische Lebensmittel essen, um die Darmtätigkeit dauerhaft zu verbessern. Beispiele: Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi und Kefir, Joghurt und Buttermilch.

 


Ernährung für eine gesunde Darmflora

 

Ballaststoffreiche Lebensmittel (Ballaststoffe sind die Nahrung "guter" Darmbakterien und sorgen für ein artenreiches Mikrobiom) wie Vollkornprodukte, Haferflocken, Leinsamen. Gemüsesorten, wie Chicorée, Topinambur, Fenchel, Grünkohl, Pestinaken, Artischocken, Schwarzwurzel, Zwiebeln und Knoblauch, enthalten zudem Inulin, ein wichtiger präbiotischer Ballaststoff, der das Wachstum nützlicher Bifidobakterien anregt. Bitterstoffe. Kapuzinerkresse, Löwenzahn und Oregano sowie Kümmel, Anis und Korriander. Äpfel, Ananas und Papaya.

 


Unterstützende Maßnahmen

 

Durch Bewegung,  Sport und Atemtechniken werden deine inneren Organe "massiert", die Peristaltik, also die mechanische Verarbeitung der Nahrung durch Muskelkontraktionen im Verdauungstrakt, wird angeregt; z. B. Yoga. Entspannungstechniken (PMR, AT, Meditation) vermindern Stress und sorgen für einen Ausgleich im vegetativen Nervensystem.

DETOX, Schwermetallausleitung. Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts.

 


Vermeiden sollen Sie Folgendes:

 

Tierische Fette, Transfette, raffinierte Fette, rohes, gepökeltes und geräuchertes Fleisch, Fleisch aus der Massentierhaltung, Zucker, Limonaden und Weißmehlprodukte, stark verarbeitete Nahrungsmittel (tote Nahrung; siehe Kollath-Tabelle), Convenience Food, pestizidbelastete Lebensmittel, Alkohol, ...